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The Blue Sheep on the ISLE OF MAN

Isle of manZunächst etwas zur Isle of Man: das ist die kleine Insel zwischen England und Irland. Kaum bekannt, selbst die Briten kennen kaum etwas von der Insel. Nur einmal im Jahr schaut die ganze Welt dorthin: wenn die "TT" angesagt ist.
"TT- Tourist Trophy" ist ein seit 1907 stattfindendes Motorradrennen. Es gilt als das älteste, gefährlichste und umstrittenste Motorradrennen der Welt.

Seit 1911 starben 242 Rennfahrer auf dem Straßenkurs. Es ist kein normaler Rundkurs, sondern besteht aus den normalen Straßen der Insel. Start und Ziel der Strecke liegen in Douglas. Die Strecke stellt wie kein anderes Rennen Anforderung an Mensch und Material. Es ist kaum möglich, sich jede Kurve und damit verbundene alle Bremspunkte zu merken. „ Die Ideallinie um 10 cm zu verfehlen, kann den Weg ins Jenseits bedeuten!" - Siegfried Schauzu, ehemaliger deutscher Motorradrennfahrer.

Bis 1928 wurde das Rennen bei ganz normalem Verkehr abgehalten. Also auch mit Gegenverkehr. Seit 1928 ist das geändert und der ca 60,72 km lange Straßenkurs wurde dann zum „One-way". Zur Zeit liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 130 mph, das entspricht 209 km/h. Zum Vergleich: auf den modernen Rennstrecken, auf denen Motorrad Grand-Prix gefahren werden, wird ein Schnitt von ca 160 km/h erreicht.

Fast jedes Jahr kommt es zu tödlichen Unfällen; seit 2000 sind 21 Todesfälle registriert. Sturzräume und Auffangbereiche sind spärlich bis gar nicht vorhanden. Die Teilnehmer bewegen sich auf dem Asphalt zwischen Häusern, Steinwänden und Böschungen. Fahrbahnkuppen, wie etwa bei Brücken, sind kaum entschärft oder erst in späten Jahren nivelliert worden.
Wenn die "Tourist Trophy" angesagt ist, immer in der ersten Juniwoche , kommen zu den 85.000 Einwohner noch ca. 14 -15.000 Motorradfahrer aus aller Welt.
Es gibt allerdings auch eine ganz andere Seite der Insel. Die I.O.M. ist eine kleine Insel im Irischen Meer. Sie ist 52 km lang und 22 km breit, Landesfläche 572 km².

Das gemäßigte Klima und keine extreme Temperaturunterschiede ist für Wanderfreunde ein wirklich ideales Gebiet. Die Insel hat eine felsige Küste mit sehr hohen eindrucksvollen Kliffen. Man findet hier Berge, Wälder, Strände und Heidelandschaft...und natürlich auch Schafe.

THE BLUE SHEEP

Das blaue Schaf ist ein Teil einer ganzen Herde: "Die blaue Friedensherde". Die Herde steht für Toleranz, friedliches Miteinander und dem Wir-Gefühl. Eine Aktionskunst des Künstlerpaares Bertamaria Reetz und Rainer Bock aus Köln.

Warum sind die Schafe blau ?
- Als Signalfarbe steht Blau für das Verbindende. Viele internationale Institutionen nutzen sie. Es ist zum Beispiel die Farbe der EU, der UNO der NATO sowie von UNESCO, UNICEF oder auch die der Europäischen Friedensbewegung.

In diesem Projekt steht die Farbe Blau symbolisch für den Städteverbund und weist zudem darauf hin, dass jenseits aller trennenden Kategorien, wie z.B. kulturelle, ethnische, religiöse, geschlechtliche oder auch soziale, alle Menschen dennoch gleich, im Sinne von gleichwertig, sind und über ihre gemeinsame Gefühlswelt miteinander verbunden sind.

Ich habe mir eines der Schafe ausgeliehen, mit zur Isle of Man genommen und finde, dass es genau dahin passt. Nicht als Symbolfigur sondern als Sympathieträger. Während meiner Reise und Fotoarbeiten auf der Insel ist mir so viel Freundlichkeit, Offenheit, Lachen und Sympathie entgegen gebracht worden.

Nur ein kleines Beispiel: Da ich mit einem Motorradgespannunterwegs war, gab es schon hin und wieder Parkplatzprobleme. Das Schaf nebst meiner Kameraausrüstung musste so nah wie möglich an die Fotolocation gebracht werden. Das ging oft nur im Halteverbot, auf Privatgrundstücken, Weiden usw. Überall wurde ich offen empfangen. Die örtliche Police hatte teilweise die Verkehrssicherheit übernommen, mich im Halteverbot stehen lassen usw. Am dritten Tag unserer Reise auf der Insel haben mich Polizisten angesprochen, ob sie das Schaf fotografieren dürfen, auf Twitter einstellen und als Maskottchen für die TT nutzen dürfen. Man kannte uns bereits: "The German Sidecar with the blue sheep."

Die Bilder zeigen nicht unbedingt das Renngeschehen sondern die andere Seite der Insel. Wunderschöne Landschaften, Ruhe und eine unberührte Natur. Es gibt sie dort. Selbst wenn zur "TT" die Insel zum Mekka aller Motorradfreaks wird. Man kann sich der Sache entziehen. Trotzdem steht die "Tourist Trophy" im Mittelpunkt und war der Grund, mit meinen 10 Freunden aus Groß-Gerau dorthin zu reisen. Alle 5 Jahre sind wir gemeinsam dort.

Thomas Goos/BlickwerkWarum Fotoprojekt für Nepal ? - Im Jahr 2012 bin ich durch Nepal gereist. Natürlich mit einem Motorrad.
Die wunderbare Bergwelt und die liebevollen Menschen dort haben mir einen Weg zurück ins Leben gezeigt.
Dafür bin ich sehr dankbar. Ich möchte den ärmsten Menschen der Welt einfach helfen, dass Ihr Leben genauso wieder wird wie es einmal war. Durch die verheerende Naturkatastrophe dort haben sehr viele Menschen von dem Etwas was sie hatten, alles verloren.
Ich selbst habe Freunde dort und möchte wieder etwas zurückgeben. Wenn ich einige der Bilder verkaufen kann, das Schaf steht auch zum Verkauf, dann geht das Geld direkt dorthin.
Ich bin sicher, dass es für die Kinderhilfe genutzt wird. 100.--€ sind dort soviel wie bei uns 2000.--€. Das blaue Schaf gibt einen Denkanstoß und dafür habe ich mir die Mühe gemacht. Der Erlös von jedem Bild, jeder Postkarte, jede kleine Spende geht direkt nach Kathmandu.

Die Organisation vor Ort: http://www.bikerssupportnepal.de 

Thomas Goos / Blickwerk

The Blue Sheep